Ultra HD

4K Monitor Kaufberatung – welchen kaufen?

Den richtigen Monitor zu finden ist recht schwierig – im Grunde genauso schwer wie den kompletten Rechner selbst zusammenzustellen. Wichtigstes Kriterium ist, dass die Grafikkarte und der Monitor zusammen passen. Nur dann kann der neue 4K Monitor auch seine komplette Leistung abspielen. Was ist nun aber besonders wichtig wenn man einen 4K Gaming Monitor sucht? Das soll dieser Artikel klären.

Kennzahlen – Input-Lag, Hertz, Panel und so weiter

Wer sich schon mal nach einem neuen Ultra HD Monitor umgeschaut hat wird schnell bemerkt haben dass es wirklich sehr viele unterschiedliche Begriffe gibt. Genau diese machen das Lesen von Produktbeschreibungen so schwer. Deshalb erklären wir hier die wichtigsten Begriffe nochmal von Grund auf.

Das Herzstück eines UHD Monitors ist das Panel. Dabei geht es darum wie das Bild auf das Display des Monitors projiziert wird. Grundlegend unterscheidet man drei große Arten von Panels – TN, IPS und MVA. Die Daumenregel dazu ist: TN Panels sind recht günstig und bieten ein gutes P/L Verhältnis – IPS und MVA Panels dagegen sind eher für Gamer mit größerem Geldbeutel gedacht – sie bieten eine deutlich bessere Bildqualität. Genaueres später.

Besonders wichtig für Gamer sind natürlich auch die Reaktionszeiten des Monitors. Diese werden auch Schaltzeigen genannt. Sie stehen dafür wie schnell der Monitor zwischen Schwarz und Weiß wechseln kann. Bis 4 ms ist eigentlich alles ok – darüber sollte man vorsichtig sein. Vor allem für Gaming Monitore ist diese eine wichtige Kennzahl. Damit einher geht die Hertzzahl oder auch Bildwiederholungsrate. Diese gibt an wie viele Bilder ein 4K Monitor pro Minute darstellen kann. Grundlegend wird dies aber durch die Grafikkarte beschränkt. Hier sollte man definitiv nicht sparen. Standard ist ein Wert von 60 Hz – aber es gibt auch echte Gaming Monitore mit 120 Hertz oder mehr. Dabei kommt es vor allem auf einen selbst an – manche merken gar keinen Unterschied zwischen 60 und 120 Hertz andere schon.

Wichtig ist natürlich auch die Auflösung und Zoll-Größe des neuen Gaming Monitors. Am meisten verbreitet momentan sind 24 Zoll Modelle und die Auflösung von 1920×1080 Pixel – also Full HD. Diese kann eigentlich jede Grafikkarte auch Einsteigermodelle problemlos darstellen – auch in ansehbarer Qualität. Grundlegend gilt desto größer der Monitor desto höher sollte auch die Auflösung sein. Ab 28 Zoll empfehlen wir einen 4K Monitor. Testberichte zeigen, dass ab dieser Größe die hohe Ultra HD Auflösung Sinn macht. Allerdings braucht man dann auch eine potente Grafikkarte, die diese Auflösung flüssig darstellen kann.

Ebenfalls relevant ist der Kontrast des Monitors. Diese Zahl gibt an um wie viel heller der hellste Pixel eines Monitors erstrahlt gegenüber dem dunkelsten. Je höher desto besser. Allerdings muss man aufpassen: Manche Hersteller geben einen dynamischen manche einen statischen Kontrast an – wir raten dazu immer den statischen Kontrast zu bewerten. Standard sind hier Werte um die 1000 zu 1.

Auch kennen sollte man die Kennzahl Inputlag. Dieser beschreibt die zeitliche Differenz zwischen dem Eintreffen des Signals aus der Grafikkarte bis zur Darstellung auf dem Monitor. Bei neuen Modellen ist dies eigentlich kaum noch relevant.

Panel-Typen bei Ultra HD Monitoren

Wie schon erwähnt gibt es drei große Typen: IPS / Inplane-Switching Panels; PVA / Patterned Vertical Alignment und TN / Twisted Nematic. Diese sollte man beim Monitor Kauf wirklich kennen.

4k gaming monitor

Langezeit waren die sogenannten TN-Panel markbeherrschend – dies lag vor allem am hohen Preis von IPS und PVA Panels im Endkundenbereich. Dies hat sich aber in den letzten Jahren geändert – inzwischen sind auch UHD IPS Monitore recht günstig.

Der größte Unterschied ist die Blickwinkelstabilität. Diese beschreibt wie schnell das Bild bei schräger Betrachtung schlechter wird. IPS Modelle haben hier einen deutlichen Vorteil – man sieht also auch beim schrägen Blick auf den Monitor alles perfekt. Auch in Sachen Kontrast und Bildqualität wie Farbsättigung können IPS Modelle punkten.

Beim Punkt Reaktionszeit liegen dagegen TN Panel weit vorn. Diese ist dort deutlich höher. Grundlegend kann man sagen, dass es eine Budget-Frage ist. Desto höher das Budget desto eher kann man auch zu einem  IPS Modell greifen.